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Traumheilung

21 Oktober 2009 One Comment

Wenn wir uns im Alltag dazu aufraffen, unseren nächtlichen und täglichen Träumen einen kleinen, aber feinen Platz einzuräumen, so vermögen sie Erstaunliches für uns zu tun. Unsere Träume sind auch das “Bildmaterial” das wir (un)bewusst nutzen, um via Gedankenübertragung über physische und mentale Entfernungen hinaus Informationen zu übermitteln. Doch neben dem Träumen als Wissens- und Informationsquelle können wir unseren Zugang und unsere Fähigkeit zum Träumen auch anwenden, um uns von bestehenden Krankheiten zu heilen. Denn wie wir vielleicht wissen, sind Krankheiten lediglich Anzeiger, dass etwas in uns im Ungleichgewicht ist, dass etwas in uns in Unordnung geraten ist.

Wie wir mit unserem Träumen vorhandene Erkrankungen heilen können, wissen Menschen wie die alten Traumheiler aus dem Alteigebirge und dem asiatischen Samarkand. Sie wissen, dass Träume Erinnerungen sind, die emotional im Bildformat, tief in unseren physischen und psychischen Poren, gespeichert vorliegen. Und Erinnerungen wiederum beruhen auf Erlebnissen, unabhängig davon, in welcher Dimension des Lebens wir sie machten. Erleben wir etwas für uns psychisch Belastbares so greift je nach der individuellen Belastungsgrenze ein natürlicher innerer Schutzmeschanimus, der uns hilft das Belastbare von uns abzuschirmen.

Was geschieht dadurch mit den Bildern unserer Erinnerung an das Erleben?

Nun, es wird in uns verzerrt, verformt, verdrängt und manchmal scheinbar aus unseren Sinnen ausradiert. Solch ein Prozess kann sich noch weiter verstärken, indem sich die verzerrte Erinnerung verstelbstständigt. Wir haben dann das Gefühl, als würde sich etwas von Aussen an uns heranschleichen und mit uns in einen zerstörerischen Kampf eintreten. Dann im Auge zu behalten, dass es sich lediglich um eine zu uns gehörige Erinnerung handelt, kann sich als schwierig gestalten. Dies ist laut den tradititonellen Traumheilern der Stoff aus dem unsere modernen (psychischen) Krankheiten gedeihen. Die Traumheiler nennen sie auch die Dämonen, die sich - dadurch das wir durch ein belastendes Erleben geschwächt sind - in die entstandene Wunde einnisten und uns unserer tatsächlichen Erinnerungen berauben. Sie vermögen Ängste in uns zu stärken und lösen Teufelskreise aus, die unser Potential in uns komplett zerstören könnten.Wie kann hier das wissen um die Traumheilung positiv wirken?

Kurz auf den Punkt gebracht helfen Traumheiler uns, unsere verzerrte/verdrängte/scheinbar gelöschte Erinnerung wiederherzustellen und emotionale Wunden zu verheilen. Um dies zu schaffen, bedienen sie sich einer uralten Praxis der schamanischen Traumarbeit. Es ist eine Mischung aus schamanischen Riten, Trancegesängen und -tänzen, trauminduzierenden Pflanzensäften und dem bewussten Lenken durch die individuellen sowie transpersonellen Welten des Träumens, die dem Suchenden seine ursprünglichen Erinnerungen wiederbringen und entstandene Lücken in der Fähigkeit sich zu erinnern schliessen. Die Verwirrung des Geistes hebt sich anschliessend auf. Dies wiederum wirkt sich auch auf den Körper aus, sollte sich die Erkrannkung bereits hier gezeigt haben. Die Traumheiler weisen darauf hin, dass besonders das luzide Träumen (Klarträumen) uns in Extremsituationen davor schützt, dass sich unsere Erinnerungen zu sehr von uns abspalten und verzerren können.

Wieso eigenen sich laut den Traumheilern das Reisen in unseren Träumen und luzides Träumen besonders zur Heilung von körperlich-mentalen-seelischen Erkrankungen?

In unseren Räumen des Träumens, in unseren Traumwelten sind wir immer mit allem was uns ausmacht verbunden. Hier regieren andere Gesetzmässigkeiten und die Bedeutung einer Grenze definiert sich von Traum zu Traum immer wieder neu. Zudem geht keine Erinnerung, kein inneres gespeichertes Bild jemals wirklich verloren. Auch unsere Alltagstriologie von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind im Traum völlig irrelevant. Das wiederum heisst, dass wir in unseren Träumen mit ein wenig Übung und auch mittels Anleitung durch einen erfahrenen Traumheiler zum Ursprung unseres unverfälschten Erlebens zurückkehren können und auf dieser Reise sämtliche Verzerrungen und verletzte Gefühle in eine lückenlose, gut verarbeitete Erinnerung zu verwandeln vermögen. Traumheiler sagen: Je lückenloser unsere Bilder der Erinnerungen sind, desto weniger haben Erinnerungsdämonen eine Chance, uns aktiv zu Leibe zu rücken.

Die alten Traumheiler empfehlen auch, sich mit der Kunst des luziden Träumens eingehender zu beschäftigen. Sie erinnern daran, dass luzide Träumer mit regelmässiger Praxis in einen Zustand der Entspanntheit und Ausgeglichenheit mit einer erhöhten Aufnahmefähigkeit und gesteigertem Bewusstseinszustand gelangen. In einem solchen Zustand greifen ausufernde Ängste viel weniger und auch shockierende Erlebnisse können weitaus besser verarbeitet werden. Dies können wir auch anhand der Hirnströme ablesen, die sich dann im Alphawellenbereich tummeln, anstelle wie sonst im Alltagsbewusstsein im Betawellenbereich.

Traumheilung ist ergo das bewusste Wiederherstellen verzerrter Erinnerungen, das wir erreichen, indem wir unsere Fähigkeit zum Träumen anwenden. Alle Erinnerungen sind somit in uns gespeicherte Traumbilder, die wir immer wieder anzuschauen vermögen und mit denen wir auch arbeiten können, um gesund, gestärkt und lückenlos unser Leben zu leben.

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