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Tagträume

6 März 2009 No Comment

Das Träumen ist wie das Meer, dass unsere gesamte Erde umspannt. Das Träumen ist das Leben selbst, das entsteht und vergeht, reift und sich tranformiert, wächst und sich weiterentwickelt in seiner ganzen Pracht. Im Träumen sind wir mit allem was in uns ist und sich um uns herum befindet verbunden. Jetzt in diesem Augenblick unseres Lebens existieren in jeder Welt, in jeder Dimension - überall - Aspekte unseres Bewusstseins. Während wir Träumen sind alle diese Welten aus denen wir schöpfen und die uns schöpfen verschmolzen. Wir haben Zugriff auf das gesamte universelle Wissen, was jemals da war, da ist und da sein wird.

Wir träumen immer, egal ob wir uns gerade im Alltagsleben fortbewegen, ob wir schlafen oder bewusst mental/astral/physisch reisen. Alles was wir erleben ist ein Traum, unser Traum, welchen wir träumend erschaffen. Der Urzustand eines jeden Lebewesens ist das Träumen.

Tagträume sind Träume, die wir während des Tages haben. Es sind oft spontan auftretende Strömungen, Gedankenblitze, Sehnsuchtsbilder, magetisierende Gefühle, die uns mit sich forttragen. Manchmal treten sie so spontan auf und haben eine starke Kraft, so dass sie uns aus unserem Alltagsgeschehen herausmanövrieren, um uns ihre Botschaft wissen zu lassen. Hier interveniert zumeist unser höheres Selbst, welches genau in diesem Moment möchte, dass wir etwas bestimmtes erleben bzw. erfahren, das gerade für uns von Wichtigkeit ist.

So befand sich z.B. ein Träumer mitten in seiner Büroarbeit und sortierte Briefe, als er inmitten seiner Tätigkeit auf einmal eine salzige Meeresprise in seinen Nasenflügeln roch und sich gleich darauf an einem Meeresstrand wiederfand. Er sah am Strand einen Haufen Möwen, die sich gerade um einen Krumen Brot stritten und sich gegenseitig in den Allerwertesten kniffen. Es war ein gar lustiges Schauspiel! Eine Möwe saß abseits vom Haufen und scherte sich wenig um den Krumen. Irgendwann war die Meuterei vorüber und die Möwen hatten etwas Neues im Visier. Sie flogen von dannen und zurück blieb die eine Möwe vom Rande des GEschehens. Die Möwe sah, dass noch immer letzte STückchen vom Krumen übrig waren und verputze sie in aller Ruhe. Und plötzlich befand sich der Träumer wieder inmitten seiner Briefe und arbeitete flink weiter. Später sinnierten wir über seinen Traum nach und der Träumer erinnerte vergangene Situationen auf Arbeit, wo Kollegen sich stritten. Ihm kamen diese Situationen jetzt wie dieser Traum vor. In diesem Situationen war der Träumer meist beteiligt  und fühlte sich nach dem Streit oft ausgepowert ohne sich daran zu erinnern, dass das Streiten irgend etwas verbessert hätte. Er meinte nun erkennen zu können, dass sein Traum ihm helfen wolle, anders mit solchen Streitigkeiten in der Firma umzugehen. Als das nächste Mal in der Firma ein Streit hervorbrach, machte der Träumer es wie die Möwe. Durch dieses Verändern im Verhalten des Träumers kam ein gutes klärendes GEspräch unter den Kollegen zustande.

Tagträume und das Tagträumen sind sehr interessant, da sie uns kurzfristig und für bestimmte Situationen im Alltag maßgeschneidert Lösungen für Probleme anbieten. Doch tragen sie auch zu unserer seelischen Entspannung bei. Befinden wir uns in anhaltenden stressigen Situationen, so erleben wir unbewusst oder bewusst besonders häufig Tagträume, die uns mal kurz aus dem Stresskreislauf herausholen und unserer Seele frischen Wind zufächeln.

Psychologisch ist es sehr ratsam, während unseres Tagesablaufs immer mal nach einigen Stunden zu pausieren, wenn wir merken, dass unsere Konzentration nachläßt oder dass etwas in uns merklich abschweifen will. Diese Pausen können auch nur wenige Minuten umfassen, die Länge spielt kaum eine Rolle. Selbst bei einer fünf minütigen Pause können wir uns bereits wieder ausbalancieren. Solch eine Pause vermögen wir sinnvoll zu nutzen, z.B. für einen bewusst herbei geführten Tagtraum.

Wie geht das?

Nun wir machen es uns bequem und denken an einen Moment wo wir uns rundum wohlgefühlt haben. Diesen Moment lassen wir wie einen Film vor unseren inneren Augen ablaufen und erleben ihn mit aller möglichen Intensivität erneut. Dabei lassen wir unserem Inneren völlig freien Lauf, uns auch von diesen Ausgangsbildern in andere, neue Gefilde tragen zu lassen. Dies wird maßgeblich zu unserer Entspannung und Kurzzeiterholung beitragen.

Wenn wir ungeklärte Fragen in uns haben, so können wir uns auch während wir uns entspannen, mit dieser Frage im Geist befassen und in einen Tagtraum um Antworten bitten. Vielleicht kommt der Tagtraum noch in dieser Pause, vielleicht auch in einer nächsten. Wenn wir offen auf alle Zeichen achten, wird dieser Tagtraum uns ereilen.

Ich selbst nutze das Tagträumen wenn ich mir gezielt neue Lebenserfahrungen, neue Begegnungen, Lösungen für Problematiken erschaffen möchte. Ich entspanne mich dann und denke an das was ich möchte. Durch das entspannte Konzentrieren hierauf und meine Absicht durch die Kraft eines Tagtraumes dieses Neue entstehen zu lassen, gleite ich hinüber in den alles umfassenden Zustand des Träumens und mich erreichen zu meinem Wunsch des Erschaffens noch weitere Impulse, die ich bisher vielleicht noch kaum betrachtet hatte.

Auch Konflikte mit unseren Mitmenschen lassen sich in Tagträumen klären. Wir beabsichtigen in den Zustand des Träumens zu wechseln (je mehr wir das üben, desto besser gelingt uns das) und verbinden uns mit dem Traumbewusstsein des Mitmenschen mit dem wir etwas klären wollen. Zumeist reicht das bloße denken an diesen Mitmenschen im Traumzustand bereits aus, um uns mit dessen Traumbewusstsein zu verbinden. Sonst können wir auch  hier wieder unsere Absicht im Geist oder laut formulieren, dass wir uns mit dem Mitmenschen gern unterhalten wollen. Manche von uns sehen durch das Verbinden die andere Person im Tagtraum vor sich, andere spüren den anderen Menschen jetzt ganz nahe und andere Träumer spüren nur sich selbst. DAs alles ist völlig in Ordnung. Wir sind telepathisch mit der anderen Person verbunden. Jetzt können wir dem Mitmenschen erklären, dass wir gern mit diesem etwas klären wollen und erklären kurz worum es geht. Wir denken weiterhin an die Person und befinden uns in entspanntem Zustand. Anschließend stellen wir der Person Fragen die uns jetzt einfallen. Wir werden merken, dass das Traumbewusstsein der anderen Person in unserem Tagtraum antwortet. Es kann sein, dass wir das als Bilder wahrnehmen, vielleicht aber auch in Form von Gefühlen oder Gedanken die uns blitzartig berühren. Zur Unterstützung können wir im Anschluss alles aufschreiben, was passiert ist, auch wenn wir denken, dass nichts passiert ist. Denn wenn die andere Person keine Klärung wünscht, wird auch ihr Traumbewusstsein das ausdrücken.

In solchen klärenden Tagträumen habe ich selbst schon Antworten vom Traumbewusstsein der jeweiligen Person erhalten, die sie mir im Alltagsbewusstsein so nie hätten geben können. Das liegt daran, dass man nichts verbergen kann im Traumzustand und wenn eine Frage gestellt wurde kann das Traumbewusstsein des anderen lediglich beschließen, keine Antwort geben zu wollen, doch niemals kann es lügen. Während im Alltagsbewusstsein manchmal Ängste Klärungen verhindern, ist dies ebenfalls im Traumzustand niemals möglich. Eine erfolgreiche Klärung zwischen Traumbewusstseinen im Tagträumen, wirkt sich auch im Allgemeinen positiv auf das Verhältnis zwischen den Beteiligten im Alltag aus.

Den Tagträumen kommen viele positive Eigenschaften zugute. Wir können in Tagträumen auch erlebte Nachtträume umträumen, wenn sie Elemente enthalten, die uns im Leben eher behindern, uns zu entfalten. Sehr sinnvoll ist dies bei Alpträumen.

Wir empfehlen euch, mit den Möglichkeiten des Tagträumens zu experimentieren. Sie sind ein sehr gutes und wirksames Instrument für Konfliktbewältigung, das Bewältigen von Alltagsstress und fürs Manifestieren dessen, was wir erleben wollen. Sie unterstützen uns ebenfalls bei unserer bewussten individuellen Entfaltung und dienen uns auch als Brücke vom unbewussten zum luziden Traumerleben.

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