Wer fragt, erhält Antworten…
Wer viel fragt und sich traut, seine Fragen ans Leben zu stellen, der bekommt auch seine Antworten auf die im Hirn vorhandenen Fragezeichen. Wer meint, alle Antworten bereits zu kennen, dem bleiben mitunter wichtige Türen zu neuen Erkenntnissen verschlossen. Dies gilt im Alltag ebenso wie in den Traumwelten. Unsere Traumwelten entfalten sich in und um uns herum. Sie tun dies natürlich auch ganz ohne dass wir Fragen stellen. Doch im direkten Traumerleben können wir in die Tiefe unserer Traumlandschaften besonders gut einsteigen, wenn wir unser Träumen mitgestalten, wenn wir wählen, wann wir was besonders intensiv von unserem Traumerleben erfahren wollen und unseren Träumen dadurch eine Richtung weisen. Hierfür ist das “Fragen stellen” während des Träumens und auch in der anschließenden Auseinandersetzung mit unseren Träumen sehr gut geeignet.
Nun mag sich der eine oder andere vielleicht fragen: Na wie soll ich das denn hinkriegen, wenn ich noch nicht mal meine Träume bewusst erlebe? Wie soll ich was fragen, wenn ich doch meine Träume gar nicht beeinflussen kann? Sie kommen doch einfach und manchmal erinnere ich mich ihrer…
Hier gibts den Tipp: Fangt ausserhalb eures Träumens bei eurer regelmäßigen Auseinandersetzung mit euren Träumen an. Wir haben mehrfach erwähnt, dass jeder Mensch mehrfach jede Nacht und jeden Tag träumt. Wenn ihr also morgens euch auf den Tag vorbereitet und euch eure vergangene Nacht betrachtet, so denkt an eure Träume und fangt einfach an, das zu fragen, was euch spontan einfällt. Z.B. Wovon habe ich die letzte Nacht geträumt? Wer war in meinem Traum? Wo war ich? Welche Farben dominierten in Träumen? Welche Themen spielen in meinen Träumen eine Rolle? etc. Es ist dabei weniger wichtig, welche Frage ihr stellt. Fragt was euch interessiert. Merkt ihr, dass ihr euch an einzelne Inhalte eures Träumens erinnert bzw. seht vereinzelt Bilder aus der Nacht, so nehmt sie und stellt dazu Fragen. Z.B. was will mir dieses oder jenes Bild sagen? Was ist da noch passiert? Was will mir mein Traum sagen? Erinnert ihr euch an Traumfiguren bzw. erinnert ihr euch an Personen, Tiere, andere Lebewesen, die euch begegnet sind? Ihr könnt auch Fragen direkt an diese Traumfiguren stellen.
Tut all dies - probiert euch aus, egal was passiert. Und seid offen für alle möglichen Wege, die euch eure Antworten zeigen können. Je mehr ihr übt und eure Achtsamkeit schult, desto mehr werdet ihr die Antworten auf eure Fragen erkennen. Manchmal kann es passieren, dass wir die Antworten direkt nach dem STellen noch während des Betrachtens der Nachtträume erhalten. Es kann auch passieren, dass die Antworten sich in weiteren Träumen zeigen. Sie ergeben sich auch manchmal einfach so in unserem Alltag. Plötzlich ist sie da! Und irgendwann gehört es zu unseren alltäglichen Traumpraxis, Fragen zu stellen und daraus unsere Antworten zu ziehen, die uns dann in unserem Leben, in unserer Alltagsgestaltung zu helfen vermögen.Dies für fünf bis zehn Minuten täglich zu tun, reicht dabei völlig aus. Es soll schließlich kein Zwang sein, sondern Spass bereiten. Mir ist es in meiner eigenen Traumpraxis schon oft passiert, dass mir in den Traumlandschaften Personen begegnet sind, die ich manchmal sogar aus meinem Lebensalltag kenne. Wenn sich in meinem Träumen nur wenig zufriedenstellend ergibt, wozu wir uns im Traum begegnen und was ich lernen bzw daraus erfahren soll, dann frage ich die Person noch während ich träume bzw. manchmal auch erst Stunden später: Warum bist du in meinem Traum? Was soll ich durch dein hiersein lernen? Was willst du mir sagen? Zumeist helfen mir die Antworten der Person meine eigenen Lebensfragen zu klären, manchmal unterstützen sie mich bei wichtigen Entscheidungen, manchmal weisen sie mich auf Dinge hin, die mir sonst kaum aufgefallen wären. Der Prozess des Fragens kann sehr bereichernd sein.
Und manchmal ist es auch nur wichtig, seine Frage zu stellen, während die Antwort egal ist. Der Prozess, das was unser fragen auslöst, das was es mit uns macht, ist neben den Antworten für die seelische Entfaltung fürs persönlcihe Wachstum, für die individuelle Weiterentwicklung sehr wichtig. Habt das im HInterkopf, wenn eine Antwort auf eine für euch wichtige Frage auf sich warten lässt oder vielleicht auch mal ausbleibt.
Mit fortschreitender Traumpraxis lernen wir unsere Träume immer bewusster zu erleben. Wir werden des öfteren luzide Träume haben. Dies ist der natürliche Lauf unserer Traumentfaltung, wenn wir uns regelmäßig und ernsthaft mit unseren Träumen und dem Prozess des Träumens auseinandersetzen. Jetzt wird es uns leichter fallen, unsere Fragen auch während wir noch träumen zu stellen. Und unser Prozess des Träumens generiert uns unmittelbar unsere Antworten bzw. das was wir gerade wählen zu erfahren. Wir müssen jetzt nicht mehr unseren Traum unterbrechen und aus ihm erwachen, um unsere Fragen loszuwerden. All das geschieht im und durch das Träumen selbst. Ihr merkt dann, dass ihr zumeist durch Telepathie ganze Gespräche mit Traumfiguren führen könnt. Ihr träumt und lernt die Schätze eures Träumens während des Träumens selbst zu erkennen und zu nutzen. Dies trägt wiederum zu eurer individuellen Entwicklung bei.
Dieses Tool des Fragen stellens geht über die Ansätze des Traumdeutens hinaus und ebnet dem Träumer den Weg zum individuellen dynamischen Traumerleben. Denn die Kunst des Träumens zu beherrschen hat mehr Disziplinen inne, neben dem Umgang mit den eigenen Träumen als Früchte des eigentlichen Traumerlebens.








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