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Was sind Träume?

31 Januar 2009 No Comment

Dies ist eine Frage, die wir uns immer und immer wieder in verschiedenen Zeitepochen gestellt haben. Sie zählt wohl zu einer der schwierigsten Fragen, da wir die Antwort zumeist nur durch eigenes Erleben erhalten können. Denn es gibt keine Standard-Antwort, dessen Gültigkeit immer dieselbe bleibt. Träume sind dynamisches Wissen hochgehalten auf dynamischen Hinweisschildern. Manchmal sind es Klarträume, in denen sich die Botschaften unmissverständlich zeigen, ein anderes Mal jedoch scheint ein Traum für unsere subjektive Wahrnehmung verzerrt zu sein und eine Sprache zu beinhalten, die sich von unserer gewohnheitsmäßigen Alltagssprache unterscheidet.

Es gab und gibt Menschen die meinen, dass sich Träume nur im inneren ihrer Psyche abspielen und eben “nur” Träume sind, welche keine Auswirkungen auf unser Alltagsleben hätten. Das ist eine von vielen Wahrheiten. Träume haben eine Intelligenz, die sich dem Bewusstsein des Träumers anzupassen scheint. Somit entscheidet unsere Wahrnehmung, was wir in einem Traum bereit sind zu sehen und was ein Traum für uns ist. Da wir grob gesprochen die Wahrnehmungsträger sind, liegt es an uns, wie eng oder vielleicht auch wie umfangreich unsere Wahrnehmung ist und ob wir bereit sind, sie für neue Erfahrungen auszudehnen.

In meiner langjährigen Traumpraxis habe ich es wiederholt erlebt, dass sich mir das Wesen des Traumes in gewissen Abständen jeweils wieder neu zeigte und Komponenten hinzufügte, die bis dahin ausserhalb meiner Wahrnehmung lagen. Eine Möglichkeit eine für sich selbst zufriedenstellende Antwort zu erhalten, die über bloßes nieder geschriebenes Buchwissen hinaus geht, besteht darin, sich in den eigenen Traumraum zu begeben und seine Traumhelfer diese obige Frage zu stellen. Wir können uns gewiß sein, dass wir genau die Antwort erhalten, die im Augenblick unserem Bewusstseinsstand entspricht.

Die Traumboten sehen in dem Wesen der Träume eine Energie, aus der heraus alles entsteht. Diese Energie können wir uns zur Vereinfachung als alles umfassenden Raum ohne physische Wände oder irgendwelche Grenzen vorstellen. Wir sind familiär mit der Traumpraxis einiger Naturvölker, wie den Senoi, den Aborigines und den usbekischen Traumheilern, die besagt dass alle unsere Alltagswelten in denen wir uns tummeln ebenfalls diesem alles umfassenden Traumraum entspringt. Diese Ansicht offenbart, dass unsere Träume sich uns sowohl im Inneren als auch in unserem Alltag zeigt. Alles ist ein Traum - auch unser Leben selbst. Oder anders formuliert: Unser Leben ist das Form vollendete, sichtbare Resultat unserer Träume. Freilich läßt sich unser Alltag permanent umgestalten. Nichts ist für immer genau so, wie wir es im Moment erleben und sehen. Mit Hilfe unserer Träume können wir unser Leben aktiv so gesstalten wie wir wollen. Um das aktiv zu tun müssen wir uns unserer Träume nur bewusst sein, ihnen folgen und uns als die Traumregisseure begreifen lernen.

Es gab und gibt viele wundervolle bewusste Träumer, die sich mit diesem Feld der Träume aktiv auseinander setzen. Wir schätzen all ihre Wahrheiten und Sichtweisen über die Träume und das Träumen. Niemals ist eine Wahrheit wahrer als die andere. Letztendlich sind es unsere Träume selbst, die uns wissen lassen, was sie jetzt in diesem Lebensmoment für uns sind. ;)

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